Meine HeldInnenreise

Geschichten haben mich seit jeher in ihren Bann gezogen. Besonders die Zauberwelt der Märchen hatte es mir als kleines Mädchen angetan. In ihrer einfachen und schlichten Art ermöglichte sie mir früh Zugang zu Welten, jenseits von Realität und Vernunft. Erst sehr viel später habe ich erkannt, dass jedes Märchen eine tiefe Wahrheit enthält und für unseren Lebensweg wertvolle Hinweise und Unterstützung liefert.

Mein Lebensweg ist eng verwoben mit dem „Märchen vom Mädchen ohne Hände“; wie im gleichnamigen Märchen habe ich oft meinen Instinkt und mein Feingefühl gegen ein angepasstes, vermeintlich sicheres Leben getauscht …

Es ist wohl die bisher dunkelste Zeit in meinem Leben gewesen und gleichzeitig die lichtvollste, denn ich war immer und zu jedem Moment getragen. Ich hatte und habe Menschen, besonders Frauen an meiner Seite, die mir zu wahren „Herzensschwestern“ geworden sind.

 

Heute habe ich das Gefühl, vollkommen neu geboren zu werden, so, wie ich eigentlich „gedacht“ war und tatsächlich empfinde ich dieses, mein „neues“ Leben als großes Geschenk und um so viel näher am Kern meines eigentlichen Seins, dass ich manchmal selbst sprachlos bin darüber, wie sich ein Leben anfühlt, wenn es wahrhaftig ist.

 

Das beginnt mit Kleinigkeiten, zum Beispiel meinem Wunsch nach Ästhetik bei mir selbst und in meiner unmittelbaren Umgebung, zu essen, was mir gut tut, einen individuellen Tagesrhythmus zu leben. Es geht weiter damit, Stopp zu sagen und Grenzen zu setzen, wenn ich etwas nicht will und Verantwortung zu übernehmen und zuletzt ist es die Fähigkeit, mich selbst zu tragen, wenn ich mich schwach und einsam fühle. Denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich nicht abstürze und das am Ende jeden Tunnels wieder Licht aufscheint.

 

Märchen enden immer mit dem Spruch, “…und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.“ Ich möchte ihn gerne umwandeln und für mich anpassen: Was von mir heute lebt, nach all den Jahren des Wandels, ist eine Frau, die sich mehr und mehr ihrer selbst bewusst ist, die aufgehört hat nach den Vorstellungen zu leben, die von außen an sie herangetragen werden und die sich mit ihrem ursprünglichen Instinkt und ihrer Intuition verbunden hat.

 

Aus dem ohnmächtigen „Mädchen ohne Hände“ ist eine erwachsene Frau geworden, die sich ihrer Weiblichkeit bewusst ist und ihrer Berufung folgt. Genau bei diesen Themen will ich andere Frauen begleiten und beraten.

 

 

Machen wir uns gemeinsam auf den Weg!

 

Kirsten Haenisch 

Januar 2018

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